Weekend-Briefing: Fachkräftemangel, Baerbocks Industriepakt, Inside Wirecard: Der Wochenrückblick der stellvertretenden Chefredakteurin
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
es vergeht keine Woche, in der die deutsche Wirtschaft nicht über fehlende Materialien oder Rohstoffe klagt. Es mangelt aber nicht nur an Holz, Stahl, Computerchips und Co. Es mangelt auch an Menschen – und dieser Engpass ist genauso gefährlich, wenn auch nicht neu.
Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und schon zieht der Arbeitsmarkt wieder an. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist so hoch wie seit 2019 nicht mehr. Nach einer Umfrage des Handelsblatts haben alleine die Dax-30-Konzerne derzeit fast 14.000 offene Stellen – vor allem Fachkräfte sind gefragt. Sie sind so rar, dass der Aufschwung bedroht werden könnte. Besonders gesucht werden Mitarbeiter mit IT-, Technologie- und Daten-Expertise.
Angesichts des Impffortschritts und der Öffnungsperspektiven suchen die Betriebe wieder mehr Personal.
Foto: dpa, Volkswagen AG, Fresenius„Die Revitalisierung des industriellen Sektors, des Herzmuskels der deutschen Wirtschaft, ist unübersehbar. Die Folge ist ein kräftig steigender Bedarf an qualifizierten Fachkräften“, sagt Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup. „Da die konjunkturelle Erholung bei vielen Unternehmen mit einem technologischen Umbruch in Richtung Digitalisierung und KI-Einsatz einhergeht, fehlt es oft gerade in diesen Bereichen an qualifiziertem Personal.“